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Umsetzung des Medienbildungsplans am Seminar



Abbildung Medienbildungsplan 2. Auflage

Medienbildungsplan
2. Auflage , Juli 2018

  Digitale Medien sind heute fester Bestandteil zahlreicher Lebensbereiche und bieten somit auch in der  
  Sonderpädagogik bemerkenswerte Möglichkeiten die Schülerschaft optimal zu fördern.

Neuen Technologien stehen zur Erschließung und Veranschaulichung unterrichtlicher Inhalte bereit. Erworbene Kompetenzen können beim Einsatz adäquater Lernsoftware vertieft und gefestigt werden.

Ein weiteres Feld stellt die Implikation von elektronischen Eingabehilfen und kommunikationsunter-stützenden Hilfsmitteln dar.

Aufgabe der Lehrkraft ist es, sinnvolle Nutzungsmöglichkeiten von digitalen Medien unter Berücksichtigung der individuellen Schülervoraussetzungen aktiv zu filtern und zu beeinflussen. Dazu bedingt es den Erwerb und der Erweiterung von Medienkompetenzen in Bezug auf pädagogische, didaktische, rechtliche, technische und gestalterische Themenfelder.  

Der Ausbildungsbereich 5 orientiert sich am Medienbildungsplan der Staatlichen Seminare für Didaktik und Lehrerbildung und Pädagogischen Fachseminare in Baden-Württemberg als einheitliche Grundlage der Lehrerbildung und umfasst fünf Themenfelder:

  • Medienpädagogik
  • Mediendidaktik
  • Medienrecht
  • Medientechnik
  • Mediengestaltung
      

Medienpädagogik

Die Anwärter können Chancen und Risiken beim Umgang mit digitalen Medien benennen

  • Gefahrenpotenziale und Vorteile von Medien, z.B. Suchtgefahr, Cyber-Mobbing, Internetkriminalität
  • Glaubwürdigkeit von Informationen, z.B. Wikipedia, Foren u.a.
  • Umgang mit vertraulichen Daten und Datensicherheit, z.B. Facebook, Whatsapp, Speichermedien, E-Mail,…

Die Anwärterinnen und Anwärter werden dazu angehalten sowohl im SPS (Referat, Unterrichtsvorbereitungen, Schriftliche Arbeit, E-Mail zur Kommunikation) digitale Medien zu verwenden. Die Anwärterinnen und Anwärter erhalten Hinweise zum Umgang mit sensiblen personenbezogenen Daten sowie zur Einschätzung der Qualität von Informationen aus dem Internet (Wikipedia, Foren etc.)

Sie können grundlegende Aspekte der Medienethik vermitteln

  • Grundsätze der Medienethik

Der Einsatz von Medien im Seminar und Unterricht muss vor dem Hintergrund medienethischer Fragen reflektiert werden. Folgenden Fragestellungen können hierbei einbezogen werden:

  • Mit welchen zulässigen Methoden dürfen Informationen (Bilder, Filme, Ton, Texte, Dokumente) beschafft werden?
  • Wie weitgehend dürfen sie bearbeitet (zusammengefasst, umformuliert, geschnitten, editiert) werden?
  • Welche Informationen überhaupt publiziert werden, bzw. eher nicht?

Die Anwärterinnen und Anwärter lernen Verantwortung als ethische Schlüsselkategorie auch für den Einsatz von Medien kennen.

 

Mediendidaktik

 Die Anwärter können didaktische Prinzipien der Nutzung digitaler Medien anwenden

  • Transfer didaktischer Prinzipien in Lernarrangements

Die Anwärter lernen digitale Medien als Ergänzung und Erweiterung der traditionellen Unterrichtsmedien kennen. Medien etablieren dabei keine eignen Prinzipien der Vermittlung, sondern für sie gelten die gleichen Prinzipien des traditionellen Unterrichts, wie beispielsweise das Prinzip des instruktiven Unterrichts, Prinzip der Selbsttätigkeit oder das Prinzip der Veranschaulichung. Reflexionsschwerpunkt ist die Frage der Eignung des Medieneinsatzes zur Umsetzung und Unterstützung der fokussierten Prinzipien.
 

Die Anwärter können digitale Medien unter (fach-) didaktischen und methodischen Gesichtspunkten in Lehr-Lernprozessen einbeziehen.

  • Einsatz digitaler Medien, z.B. Computer, Tablet-PCs, Smartphones im Unterricht

Die Anwärter müssen im Rahmen ihrer Ausbildung Unterricht auch unter Einbezug digitaler Medien planen, ausführen und reflektieren. Die digitalen Medien müssen in die gesamte Lehr- Lernumgebung integriert werden. Sie stehen in Zusammenhang mit den Kompetenzen der Lernenden, dem gewählten Unterrichtsgegenstand, den methodischen Entscheidungen und anderen Medien, die verwendet werden. Reflexionsschwerpunkte sind die Angemessenheit der ausgewählten digitalen Medien (Hard- und Software) und der Mehrwert, der durch den spezifischen Medieneinsatz erzielt wird.
 

Anwärter können Anwendungen sowie Dienste des Internets in Lehr-/ Lernprozesse einbeziehen.

  • Nutzung von E-Learning Plattformen (Moodle)
  • Einsatz von Veranschauungsmaterial (Grafiken, Filme, Youtube, Mediatheken)

Die Anwärter werden im SPS dazu angehalten und unterstützt, zur Unterrichtsvorbereitung, bei der Erstellung ihrer Referate und der schriftlichen Arbeit Veranschauungsmaterial aus dem Internet wie beispielsweise Filme, Grafiken oder Animationen mit einzubeziehen.
 

Sie nutzen digitale Medien, um auch in inklusiven Lehr-und Lernsituationen dasBildungsrecht von Menschen mit besonderen Bildungsansprüchen sowie individuellenLern- und Entwicklungsbedürfnissen zu realisieren

  • Individuelle Lösungen/ Hilfsmittel, z.B. Sprachsteuerung, Taster
  • Spezifische Kommunikationshilfen (Eingabe und Ausgabe)

Im SPS wird der Einsatz von Hilfsmitteln in Klassen der Anwärter (in Sonderschulen und/oder Inklusion) thematisiert und gemeinsam reflektiert, inwiefern der diese digitalen Medien den jeweiligen Schüler dabei unterstützen, Lern- und Entwicklungsbedürfnisse zu erreichen.

 

Medienrecht

Sie beachten zentrale Aspekte des Urheberrechts, im Besonderen auch bei derschülerorientierten Adaption und Veränderung vorhandener Unterrichtsmaterialenund -medien

  • Erstellen und Modifizieren von Unterrichtsmaterial

Im Rahmen des SPS werden die individuellen Unterrichtsplanungen auch vor dem Hintergrund der Nutzung, schülerorientierten Adaption und Veränderung vorhandener Unterrichtsmaterialien und ­‑medien besprochen. Die Anwärter werden dazu angehalten, das jeweilige Copyright bzw. das Recht auf Anpassung des Materials zu beachten.
 

Sie können Materialien und Beachtung der Lizenzbedingungen recherchieren

  • Recherche und Download von lizenzfreien Materialien
  • Quellenangaben und korrektes Zitieren

Die Anwärter werden im SPS dazu angehalten und unterstützt, zur Unterrichtsvorbereitung bei der Erstellung ihrer Referate und der schriftlichen Arbeit lizenzfreie Materialien wie Filme, Grafiken oder Animationen aus dem Internet zu recherchieren, herunterzuladen und die jeweiligen Quellen korrekt zu benennen.

  

Medientechnik

Die Anwärter könnend das zur Mediennutzung erforderliche technische Basiswissenanwenden

  • Technische Grundlagen (Kabel, Schnittstellen, Steckverbindungen usw.)
  • Dateiformate und Datenmanagement

Im SPS sowie im Unterricht der Anwärter werden technische Geräte verwendet und Dateien unterschiedlicher Formate erstellt, ausgetauscht und gespeichert.
 

Die Anwärter können die digitale Infrastruktur der Schule fachgerecht nutzen

  • Anschluss und Inbetriebnahme digitaler Medien (z.B. Beamer, Visualizer, Interaktives Whiteboard)
  • Seminarinterne moodle-Plattform
  • Schulinterne Intranetstrukturen

Im SPS sowie im Unterricht der Anwärter werden technische Geräte wie Beamer, Visualizer und evtl. Whiteboards verwendet. Im SPS können Aufgaben wie das Installieren von Laptop und Beamer beispielsweise an Anwärter übertragen werden. Auf den fachgerechten ist hierbei zu achten. 
 

Die Anwärter können Software sachgerecht und zielgerichtet zurUnterrichtsvorbereitung und im Unterricht einsetzen

  • Fachspezifische Lernsoftware, z.B. (Kulturtechniken, Fachthemen, …
  • Bildbearbeitung, Präsentations-programme, Office-Anwendungen usw. 

Die Anwärter werden im SPS (Unterrichtsentwurf, Arbeitsblätter, Referat & schriftliche Arbeit) dazu angehalten, Office-Anwendungen (vor allem Word) und bei Bedarf auch spezifische Software wie Bildbearbeitung sachgerecht zu nutzen. Wird im Unterricht spezifische Lernsoftware verwendet, so ist auf einen sach- und zielgerichteten Umgang zu achten.

  

Mediengestaltung

Die Anwärter können die Grundlagen der Gestaltung bei der Medienproduktionanwenden

  • Merkmale guter und lernförderlicher Gestaltung (Layouten, typo-grafische Grundlagen, Bildgestaltung,  Text-Bild-Integration, Leserführung, Lesbarkeit, …)
  • Gestaltung von Materialien für den Unterricht , z.B. Arbeitsblatt, Lernplakat, …
     

Die Anwärter können wesentliche Aspekte der visuellen Kommunikation bei derErstellung und Nutzung digitaler Medien berücksichtigen

  • Merkmale guter Präsentationen, z.B. Gestaltungsraster, Farbgestaltung, Schriftwahl und -wirkung, Bildgestaltung, Animationen, Sound und Video, …
           
     

Die Anwärter können Präsentationen kriteriengeleitet reflektieren und bewerten

  • Kriterien guter Präsentationen, z.B. Auftreten, Körpersprache, Blickkontakt, Sprache, Handout, Zielgruppenorientierung, …
     

Die Anwärter sind in der Lage, Medien und Hilfsmittel entsprechend der individuellenLernausgangslage ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen

  • Erstellen und Modifizieren von Unterrichtsmaterial
  • Eingabegeräte und technische Kommunikationshilfsmittel

 

 

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